In der Welt der Finanzmärkte gibt es eine anhaltende Debatte darüber, ob aktives oder passives Management die bessere Anlagestrategie ist. Die Markteffizienzhypothese (MEH) liefert starke Argumente gegen aktives Management und zugunsten von passiven Anlagestrategien. Lass uns genauer betrachten, warum dies der Fall ist.
Was ist die Markteffizienzhypothese?
Die Markteffizienzhypothese besagt, dass alle verfügbaren Informationen in den aktuellen Preisen von Wertpapieren enthalten sind. Es gibt drei Hauptformen dieser Hypothese:
1. Schwache Form: Alle vergangenen Kursinformationen sind im aktuellen Preis enthalten.
2. Halbstarke Form: Alle öffentlich verfügbaren Informationen sind im aktuellen Preis enthalten.
3. Starke Form: Alle Informationen, sowohl öffentlich als auch privat (Insiderinformationen), sind im aktuellen Preis enthalten.
Kurz gesagt, die MEH legt nahe, dass es unmöglich ist, durch den Kauf oder Verkauf von Wertpapieren systematisch überdurchschnittliche Gewinne zu erzielen, weil die Preise immer fair und korrekt sind.
Potenzielle Nachteile des aktiven Managements
1. Hohe Kosten: Aktives Management erfordert detaillierte Analysen, häufige Käufe und Verkäufe von Wertpapieren sowie die Beschäftigung von teuren Experten. Diese Kosten reduzieren die Nettorendite für dich erheblich. Selbst wenn ein Manager gelegentlich den Markt schlagen kann, werden diese Gewinne oft durch die hohen Kosten der aktiven Verwaltung aufgezehrt.
2. Steuerliche Nachteile: Die häufigen Transaktionen im aktiven Management führen zu mehr steuerpflichtigen Ereignissen, insbesondere Kapitalgewinnen. Diese zusätzlichen Steuern können deine Renditen weiter mindern, was die Vorteile einer aktiven Anlagestrategie weiter in Frage stellt.
3. Risikoreiche Fehlentscheidungen: Selbst erfahrene Manager können falsche Entscheidungen treffen oder Marktbewegungen falsch einschätzen. Da die Markteffizienzhypothese besagt, dass alle bekannten Informationen bereits in den Preisen enthalten sind, basiert aktives Management oft auf der Annahme, dass man den Markt „überlisten“ kann. Diese Annahme führt oft zu risikoreichen und unprofitablen Investitionen.
Fazit
Die Markteffizienzhypothese stellt die Grundlage dafür dar, warum passives Management häufig die bessere Wahl ist. Indem du die inhärenten Kosten, steuerlichen Nachteile und Risiken des aktiven Managements vermeidest, bietet sie eine effizientere und oft profitablere Alternative für dich als Anleger. In einer Welt, in der Informationen blitzschnell verbreitet werden und Märkte entsprechend reagieren, ist es sinnvoller, auf die langfristige Stabilität und Kosteneffizienz passiver Strategien zu setzen.
Investiere mit Bedacht und vertraue darauf, dass der Markt die besten Informationen bereits eingepreist hat.
